20.04.2017 - Kurzfristiger Frostschutz

Nicht nur der Schnee, sondern auch der Frost setzt den Pflanzen auf Balkon und Garten in diesen Tagen zu. Bedroht sind vor allem jene, die wegen der milden Temperaturen anfangs Frühling bereits blühen. Die bereits angekündigte Wärme gegen das Wochenende wird auch der eiskalten Rinde von jungen Bäumen, Kletterrosen oder Spalierbäumen zusetzen, da die Spannung zu Rissen führen kann. Was leidet?
- Besonders kälteempfindliche Topfpflanzen (Basilikum / Geranien und anderer Sommerflor) müssen im Haus sein bevor es kälter als 12 Grad wird)
- Blühende Erdbeeren
- Bei den Obstbäumen und den Nussbäumen sind die Blüten gefährdet
- Junge Früchte an Spalierbäumen: Aprikosen / Pfirsiche
- Frische Austriebe an Edelrosen, Buschrosen, Kletterrosen
- Frische Triebe an Stauden wie Funkien, Tränendes Herz, Astilben, Herbstanemonen
- Gemüsegarten: frische Setzlinge von Kohlrabi, Fenchel stielen bei einer Kälte unter 6 Grad auf
- Gemüsegarten: Setzlinge von Peterlie, Kopfsalat, Dill, Kerbel, Spargeln, Winterblumenkohl

Welche Orte sind besonders gefährdet:
- Im Garten: Muldenlagen sind gefährliche Orte, hier sammelt sich die kalte Luft wie ein See Häuser
- Gärten, welche an ein freies Feld angrenzen
- Höher gelegene Orte

Was tun?
- Topf- und Kübelpflanzen an einen windgeschützten Ort ans Haus stellen und mit Vlies decken
- Pflanzen im Garten mit Vlies schützen, falls kein Vlies vorhanden mit Zeitungspapier, leichten Decken, Fixleintüchern decken
- Junge Triebe von Stauden mit leichter Erde decken

>> Sendung auf Radio DRS 1 vom 20.04.2017