Die Wiesenflockenblume

Die Wiesenflockenblume

Die Wiesenflockenblume (Centaurea jacea)

Sie bereichert die Blumenwiesen und auch den Blumenrasen im Garten mit ihren purpurnen und rosaroten Blüten – sie bietet einen gedeckten Tisch nicht nur für Wildbienen, Hummeln und Schwebefliegen an - nach dem ersten Blütenhöhepunkt im Juni lockt sie jetzt noch einmal mit ihrem Nektar Schmetterlinge herbei, hier habe ich den gemeinen Heufalter mit meiner kleinen Digitalkamera erwischt:


Er sitzt auf dem Blütenkopf und saugt mit seinem langen Rüssel Nektar aus dem Grund der Röhrenblüten in der Mitte. Die dunkler gefärbten, purpurnen Stiftchen sind feine Röhrchen aus denen heraus der Griffel herauslugt, zuerst bietet er viele Pollen an – welche am pelzigen Körper des Falters hängen bleiben und zur nächsten Wiesenflockenblume getragen werden – erst nachdem die Pollen weg sind öffnet sich aus dem Griffel die Narbe und ist bereit zur Befruchtung – durch den erneuten Besuch eines Falters! Die äusseren, langen lilarosaroten Röhrenblüten sind nur zur Schau da, sie sind steril.

Der Heufalter legt seine kleinen Eier einzeln an die Blätter des Rotklees, welcher auch im Blumenrasen gedeiht. Die Jungraupen werden am Fuss der Futterpflanze überwintern, fällt die Temperatur unter -10° so sterben sie. Die gelbe Acht, wie der gemeine Heufalter auch genannt wird, macht im Sommer den hohen Verlust mit drei Generationen wett – deshalb sehen wir ihn ungemein häufiger im September als im Frühling.

Nun zurück zur Wiesenflockenblume: allzu häufige Mahd verträgt sie nicht, es genügt ihr, wenn sie Ende Juli und im September, nach der Blüte, geschnitten wird. In einem häufig geschnittenen Blumenrasen wird sie nicht lange überleben – jedoch stehen gelassen entlang eines anschliessenden Weges - oder in einer nicht gemähten Insel mit einer besonderen Form - oder auf einer kleinen, ungemähten Unebenheit – dort blüht sie jedes Jahr!

Ihr gefällt ein tiefgründiger, nährstoffreicher feuchtigkeitshaltiger Boden – so wie wir ihn oft in unseren Gärten vorfinden und es stört sie auch nicht, wenn der Boden im Hochsommer auch mal austrocknet.

Sie gedeiht auch hervorragend in einem grösseren Topf (Höhe: 30cm) auf dem sonnigen Balkon und blüht immer wieder, wenn ihre verblühten Köpfchen regelmässig abgeschnitten werden. In Kombination mit der gelb blühenden Duftflockenblume (Centaurea moschata, in Samen erhältlich, einjährig), und der Kornblume (Centaurea cyanus, in Samen erhältlich, einjährig) ergibt sich eine fröhliche Kombination.