Mai - Blütezeit der Mondviole

Garten-Tipp Mai 2010

Die Mondviole (Lunaria rediviva)


Die Mondviole kommt natürlich in luftfeuchten Schluchten vor – ihre grossen, fein gezähnten Blätter weisen auf ihren halbschattigen Standort hin. Die auslaufende Spitze des herzförmigen Blattes ermöglicht dem Regenwasser oder den Tautropfen schnell abzufliessen – so erhält die Mondviole viel Feuchtigkeit, was ihr sehr behagt. Sie gedeiht gut auf nährstoffreichen, kalkhaltigen Böden.
Die Mondviole heisst auch ausdauerndes Silberblatt und ist die mehrjährige Schwester des einjährigen, violett blühenden Silberblattes (Lunaria annua).
Im Mai und Juni erscheinen lockere Doldentrauben aus süss duftenden, blass – violettweissen 2.5cm breiten Blüten. Danach bilden sich flache Schötchen, diese enthalten zur Reifezeit pergamentartige, silbrig schimmernde Scheidewände mit dem Glanz und den Phasen von Voll (Lunaria annua) oder Halbmond (Lunaria rediviva). Generell ist die ganze Pflanze essbar, am besten finde ich die ihre Blätter im Lattichsalat und ihre Blüten als Dekoration auf einem Dessert aus Erdbeeren.

 

Pflanzung und Kombinationen: Die mehrjährige Mondviole samt sich leicht aus und belebt den Garten an den ihr zusagenden Stellen bis in den tieferen Halbschatten hinein mit ihrem feinen, abendlichen Duft. Gerne vergesellschaftet sie sich mit dem Hirschzungenfarn, dem Schildfarn und der Waldglockenblume. Die Mondviole blüht zur selben Zeit wie der Waldmeister und gemeinsam hellen sie dunkle Orte auf und beleben ihn mit ihrem Duft. Verschiedene Nachtfalter werden durch diesen süssen Duft angezogen, sie werden mit reichlich Nektar für ihre Bestäubungsdienste entlöhnt – und bilden ihrerseits die Nahrungsgrundlage z.B. für die Zwerg – Fledermaus, welche öfters des Abends die Gärten besucht.

Balkon / Terrasse: Die Mondviole kann gut in einen 30cm tiefen Kübel gesetzt werden, sie überdauert den Winter problemlos auf dem Balkon der Ost – oder Westseite. Eine schöne Kombination ergibt sich zusammen mit dem violetten Immergrün (Vinca minor `Purpurea`), welches gleichzeitig blüht und dem Zimbelkraut, welches über den Kübelrand herabhängt und im Sommer zartviolett blüht.

Pflegetipp: Bei Bedarf mit einer Handvoll Kompost düngen – ansonsten den ganzen Winter über stehen lassen: die Samenstände sind ein hauchzarter Winterschmuck. Sie muss im Frühling nicht zurück geschnitten werden – also absolut pflegeleicht.